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Zeichnung von August Dorfmüller - Ibbenbüren 1844
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Overmeyer, die Geschichte eines Kaufhauses
von Werner Suer
Josef Overmeyer

Zeittafel Unterer Markt 6 - Kaufhaus Overmeyer
Einige Daten sind in den Aufsätzen unterschiedlich genannt siehe auch IVZ 1.5.1985 - 100 Jahre Overmeyer


1731 wird bereits der Ackerbürgerhof Meyknecht in Urkunden erwähnt
1820 etwa - Ein "Packenträger" Nückel aus dem Sauerland kauft den Hof Meyknecht
1823 Heinrich Holstein betreibt hier eine Brauerei mit zwei tonnengewölbten Kellern, einem Eiskeller und einem
Gasthof.
1860 geht die Bierbrauerei Holstein ein
1860 Gründung eines Kaufhauses durch Ludwig Nückel
1865 verkauft Holstein das Haus an den Kaufmann Schütte, Pächter ist der Kaufmann Ludwig Nückel
1879 stirbt Heinrich Holstein
1885 Eröffnung des Geschäftes B. L. Nückel und im selben Jahr eingetragen in das Handelsregister des
Königlichen Amtsgerichtes in Tecklenburg unter der laufenden Nummer 114
1885 Haushaltswarengeschäft und Landwirtschaftlicher Bedarf von Nückel.
1900 etwa Übergabe des Geschäftes von Anna Nückel geb. Steingröver, der Witwe Ludwig Nückels, im
Volksmund bekannt als "Kladden-Nückel", an ihren Sohn Anton bis 1938.
1908 Geburtsjahr von Josef Overmeyer.
1922 Josef Overmeyer beginnt seine Lehrzeit bei Anton Nückel.
1938 Josef Overmeyer pachtet von Anton Nückel das Hausratsgeschäft. Die Firma lautet von da an: B. L. Nückel,
Inh. Josef Overmeyer.
1938 Josef Overmeyer übernahm am 15. Juni als Pächter das Geschäft und verfeinerte das Angebot - Porzellan
und Spielwaren
1939 Eintritt von Josef Overmeyer als Mitglied in die ERWEGE-Einkaufsgenossenschaft, heute besser bekannt
als KAUFRING.
1940 Josef Overmeyer wird einberufen, Ludwig Nückel führt das Geschäft weiter
1942 Josef Overmeyer heiratet Mathilde Althoff aus Metelen.
1943 - 1946 In dieser Zeit führt Frau Mathilde Overmeyer das Geschäft allein bis zur Rückkehr ihres Mannes aus
der Kriegsgefangenschaft.
1943 Ludwig Nückel stirbt am 19. April 1943, durch Kaufvertrag übernimmt Josef Overmeyer das Unternehmen.
1946 Josef Overmeyer kehrt aus der Kriegsgefangenschaft zurück
1949 Der erste Umbau wird vorgenommen und eine Modernisierungsphase eingeleitet, Wiedereröffnung am 15
September 1949, neuer Inhaber ist Josef Overmeyer
1951 Die Ladenfläche wird um das Doppelte vergrößert, Wiedereröffnung am 7. November
1953 erfolgt eine Umfirmierung: Die Firma B. L Nückel, Inh. Josef Overmeyer heißt jetzt: Josef Overmeyer,
vormals B. L. Nückel. Es folgen jetzt ständig neue Umbauten und Erweiterungen.
1953 Vergrößerung und eine Spielwaren-Abteilung
1955 In diesem Jahr wird die erste Overmeyer-Filiale in Lengerich im Hause Büsing eröffnet.
1962 Die Fachwerkfassade verschwindet hinter einer modernen schwarzen Wand
1964 In Ibbenbüren werden in der Poststraße die Häuser Hecker und Pichl abgerissen und der Neubau in
das bestehende Kaufhaus integriert.
1967 In Lengerich entsteht auf eigenem Grund und Boden das Kaufhaus an seinem heutigen Standort. Hier
werden die ersten Rolltreppen im Kreis Tecklenburg installiert.
1969 Es wird eine Kommanditgesellschaft gegründet. Die Firma heißt nun Kaufhaus Overmeyer, Josef
Overmeyer.
1972 Am 03. Oktober 1972 wird das erweiterte Kaufhaus Overmeyer / Kaufring eingeweiht. Unter anderem fährt
der berühmte Akrobat Armin Dahl mit seinem Motorrad über die obere Fassadenkante
1972 In Ibbenbüren wird das Stammhaus erheblich erweitert. Das Grundstück Krüger in der Kanalstraße wird mit
einbezogen.
1974 Eröffnung eines Restaurants im Haus Overmeyer.
1975 Eröffnung der zweiten Overmeyer-Filiale in Bramsche.
1976 Die Lengericher Filiale wird erheblich erweitert.
1982 Overmeyer eröffnet in Ahlen/Westfalen seine dritte Filiale.
1984 Neben dem Stammhaus in Ibbenbüren entsteht das Medialand-Overmeyer.
1985 100 Jahre OVERMEYER -100 Jahre guter Einkauf.
1989 Die Magnus GmbH übernimmt das Kaufhaus Overmeyer im Oktober
2003 Das Kaufhaus Magnus mit den Filialen von Elixmann, Foto Porst und Postagentur wird am 30. 6. 2003
geschlossen
2010 Der Zwischenmieter Marken-Outlet zieht aus, das Kaufhaus wird an den holländischen Investor Blom
verkauft. Es soll für einen Neubau abgerissen werden, die Abbrucharbeiten beginnen am 22. August 2010.
2016 Es hat sich nichts getan, ein "Naturschutzgebiet" entsteht in der Baugrube.
2017 Die IVZ/IVD kauft das Magnusgelände und wird dies auch bebauen. Konzept für die Bebauung - agn



 
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Overmeyer,


Heimat und Leben 29.4.1930

Die Brauerei gehörte Holstein mitsamt der Gastwirtschaft und sie wurde betrieben von Holstein. Um1865 wurde das Grundstück verkauft und die Brauerei und Gastwirtschaft gingen ein. Holstein war danach Schreiber am Gericht und betrieb eine Restauration am Kirchplatz, die später in den Besitz von Glüsenkamp überging

Quelle: IVZ Heimat und Leben vom 29.4.1930



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Heimat und Leben 7.2.1933

Anstelle der bisher in Ibbenbüren in Betrieb gewesenen Brauereien, die Brennereien waren bereits sämtlich eingegangen, wurden nun von Heinrich Holstein eine Brauerei angelegt. Die Brauerei Holstein befand sich im Haus Nückel an der Kanalstraße, in dem damals auch eine Gastwirtschaft betrieben wurde. Der geräumige, mit mächtigem Gewölbe ausgestattete Keller dieses Hauses diente als Kühl- und Aufbewahrungsraum des Gebräus. Hinter dem Hause war zum selben Zweck ein Eiskeller erbaut worden, der halb aus dem Boden ragte und auf dem später ein Fachwerkbau errichtet wurde. Die Besitzung wurde in den 1860er Jahren verkauft und der Braubetrieb aufgegeben. Holstein wurde Schreiber am Gericht in Ibbenbüren und führte nebenbei eine Restauration am Platz der evangelischen Kirche. Diese Wirtschaft wurde später von Glüsenkamp erworben (heute ist dort das Extrablatt).

Quelle: IVZ Heimat und Leben vom 7.2.1933



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Buch - Ibbenbüren einst und jetzt - Von Anton Rosen

Am unteren Markt im jetzigen Hause Overmeyer befand sich eine große Brauerei, zu der eine Gastwirtschaft gehörte, deren Besitzer Holstein war. Doch auch diese Brauerei wurde von dem gleichen Schicksal ereilt. Unsere heimischen Brauereien waren nicht mehr imstande, mit den Großbrauereien zu konkurrieren. 1860 ging diese Brauerei ein und Holstein eröffnete damals den jetzigen Lindenhof.

Quelle: Ibbenbüren. Einst und jetzt - Von Anton Rosen



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2001 - Einkauf bei Kladden-Nückel war immer ein Erlebnis

Ein Geschäftshaus im Wandel der Zeiten: 1831 übernahm Familie Nückel den Meyknecht-Hof/ Heute Magnus Von Margarethe Koch
Ibbenbüren.

Der geschichtsträchtige Untere Markt mit seinen abzweigenden Straßen und dem Kirchplatz gilt heute als "Keimzelle" der Stadt Ibbenbüren. Hier stand noch in den 50er Jahren ein großes, fast 200 Jahre altes Fachwerkhaus, welches ab Mitte des 19. Jahrhunderts als Geschäftshaus benutzt wurde. Den älteren Bürgern ist es noch bestens bekannt als "Kladden-Nückel", den jüngeren, total verändert als Kaufhaus "Magnus". Dieser ehemalige Ackerbürgerhof mit weitläufigem Garten- und Ackerland wird bereits 1731 in Urkunden erwähnt und er gehörte der Familie Meyknecht. Er war 1831, hundert Jahre später noch immer im Besitz der Witwe Georg Meyknecht. Ibbenbüren hatte in diesen 100 Jahren schreckliche Zeiten erlebt. Jahrzehnte lang mussten Bauern und Bürger, als Folge der zahlreichen Kriege, durchziehenden Truppen Unterkunft und Verpflegung geben. Die nahmen auch das Vieh, Pferde und Wagen und das Heu aus den Scheunen mit und die Männer mussten mit in den Krieg. Es hatte auch verheerende Brände gegeben, trotzdem mussten den ständig wechselnden Obrigkeiten horrende Steuern gezahlt werden. Damals wanderten ganze Familien nach Übersee aus und manches Haus und Grundstück wechselte den Besitzer.


Es gab aber auch Zuwanderer, nicht nur Bergleute, sondern ebenso Händler, Kaufleute und Handwerker. Unter diesen waren nachweislich in den Kirchenbüchern, aus dem Sauerland stammend die Familien Nückel, Pichl, Hoffschulte, Schütte und Albers. Einige ihrer Vorväter (auch Nückel) hatten als "Packenträger" (Kiepenkerle) schon lange Zeit die Stadt mit Waren aus der Sauerländer Kleineisen-Heimindustrie versorgt. Es muss um 1820/30 gewesen sein, als die Familie Nückel den Meyknechthof übernahm mit allem, was dazu gehörte, auch das kleine Fachwerkhaus an der Poststraße.
Neben diesem Haus hatte die Familie des Schuhmachermeisters Pichl ein Haus erworben und eine Werkstatt eingerichtet. Dem ersten Geschäftsinhaber folgte dessen Sohn Wilhelm Nückel (1842-1919), der die Ibbenbürenerin Anna Steingröver (1835-1917) geheiratet hatte. Der Sohn Anton Nückel, geb. 1867, führte das Geschäft weiter bis zum 2. Weltkrieg. Bei "Kladden-Nückel" einzukaufen, war ein Erlebnis, besonders für ein Stadtkind. Zu dem großen Dielentor unter dem hohen Fachwerkgiebel führte eine flache Steintreppe, deren schön geschwungenes eisernes Treppengeländer oft mit Korbwaren bestückt war. Wer dann die große Diele betrat, fand beidseitig des Mittelgangs eine reiche Auswahl von Waren für den ländlichen Bedarf. Im Hintergrund der großen Diele führte eine Holztreppe zu einer Art Empore hinauf mit Tisch und Stühlen, vermutlich eine alte Upkammer. Von hier hatte Herr Nückel einen guten Überblick auf Laden und Kundschaft. Unter und hinter der Empore gab es "Kladden" (Klotten, Klamotten), robuste Kleidung für den Arbeitsalltag der Bauern und Handwerker und für die Frauen einfache Kleider und Kittelschürzen aus Kattun, einem gröberen, bunt bedruckten Baumwollstoff. Das schöne alte Fachwerkhaus und sein Inhalt passten stilgerecht zusammen.
So war es noch bis in die Kriegsjahre hinein. Da hatte aber Herr Nückel (er starb 1943) das Geschäft schon seinem langjährigen Mitarbeiter Josef Overmeyer übergeben, der das Warenangebot verfeinerte und vom ländlichen mehr auf den bürgerlichen Bedarf umstellte. Auch die Fassade wurde behutsam verändert: die Fenster beidseitig des Dielentors wurden zu rundbogigen Schaufenstern vergrößert, eine harmonische Lösung. Nachdem Josef Overmeyer das Nachbargrundstück mit den Gebäuden der ehemaligen Schlosserei (und Gelbgießerei) Krüger angekauft hatte, wurde das alte Haus für neue Verkaufs- und Lagerflächen weit in den Garten hinein vergrößert. Aus "Kladden- Nückel" wurde das große Kaufhaus Overmeyer mit einem umfangreichen, soliden Warenangebot, besonders Textilien und Hausrat, wie es die frühen Nachkriegsjahre erforderten.

Ende der sechziger Jahre verschwand die Fachwerk-Fassade hinter schwarz polierten Platten. Um 1970 wurde das Haus Pichl und das kleine Fachwerkhaus abgerissen und eine Schaufensterfront gebaut. In den neunziger Jahren verkauften die Erben des Josef Overmeyer das Kaufhaus an die Firma Magnus.

Quelle: IVZ vom 13.4.2001



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1989 - Ab Montag steht ein bewährtes Ibbenbürener Kaufhaus unter neuer Leitung Die Kaufhaus Magnus-GmbH übernimmt das Ibbenbürener Kaufhaus Overmeyer


Im Kaufhaus Overmeyer steht ein Wechsel an der Spitze bevor. Für die Familie übernimmt ab Montag die Kaufhaus Magnus GmbH mit Sitz in Ahaus das Unternehmen. Inhaber sind die Kaufleute Karl-Friedrich Magnus (42) und Norbert Wittenberg (42), die neben Ahaus weitere Kaufhäuser in Stadtlohn, Lengerich, Greven und Diepholz als "Kaufring-Anschlusshäuser" betreiben. Die Gesamtverkaufsfläche dieses Unternehmens beträgt mehr als 12.000 qm, beschäftigt werden bisher rund 410 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bei dem jetzt übernommenen sechsten Betrieb, dem Ibbenbürener Kaufhaus Overmeyer, handelt es sich um ein alteingesessenes und traditionsreiches Unternehmen mit rund 4.000 qm Verkaufs- und Dienstleistungsfläche. Jeweilige Anpassung an veränderte Verbraucherwünsche, ein breit gefächertes Sortiment mit hoher Kompetenz in zahlreichen Warenbereichen sowie innovative Ideen, Maßnahmen und Veranstaltungen machten das Kaufhaus Overmeyer zu einem festen Begriff in Ibbenbüren. Dem Kaufring ist das Haus seit mehr als 50 Jahren angeschlossen. Die Primäraufgabe der Kaufring AG als Zentrale liegt in der Belieferung ihrer Anschlußfirmen mit Waren. Daneben versorgt sie die Mitgliedsunternehmen mit vielfältigen und unerlässlichen Dienstleistungen (u. a. Betriebstypen-Konzeption, Werbung, EDV, Mitarbeiter-Schulung,
Verkaufsförderung, Sortimentsberatung etc.). Das Kaufhaus Overmeyer, ab jetzt Kaufhaus Magnus, bleibt selbstverständlich in die Kaufring-Gruppe eingebunden. Diese Feststellung gründet sich auch darauf, dass zwischen den Inhabern der Firmen Overmeyer und Magnus seit Jahren beste kollegiale Kontakte bestehen. Natürliche Expansionsbestrebungen mittelgroßer Unternehmen führen häufig zu Übernahme-Angeboten an art- und branchengleiche Firmen, sofern die jeweiligen Standorte wirtschaftlich tragfähig, organisatorisch einbindbar und konzeptionell entwicklungsfähig sind. Die Gesellschafter/Geschäftsführer des Kaufhauses Overmeyer konnten sich einem zugegangenen Angebot des Kollegen-Unternehmens Magnus nicht entziehen. Obgleich langjährig mit Herz und Engagement im Kaufhaus wirkend, dominierte die Qualität des Angebotes. Eine Annahme war auch deshalb möglich, weil weitergehende berufliche Aufgaben und Interessenlagen der bisherigen Inhaber bestehen. So ist z. B. Franz-Josef Overmeyer zeitlich und wirtschaftlich in einem Energie- und Umweltschutzberatungs-Unternehmen im Raum Düsseldorf engagiert. Peter Neumann - seit vielen Jahren Geschäftsführer der Firma Overmeyer - begleitet Franz-Josef Overmeyer zur RRM Energy GmbH und übernimmt dort eine leitende Funktion. Es ist die erklärte Absicht der einig gewordenen Vertragspartner, dass das Kaufhaus Overmeyer unter seiner neuen Führung auch in Zukunft marktorientiert und leistungsfähig in Ibbenbüren bleibt. Die Voraussetzungen dazu sind durch die Eingliederung in ein größeres Unternehmen innerhalb der gleichen Kaufring-Verbundgruppe gegeben. Das Geschäft bleibt heute wegen der Übergabe-Inventur geschlossen. Ab Montag geht der Verkauf mit neuer Ware weiter.

Quelle: IVZ vom Oktober 1989



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1949
- Im neuen Gewand

Die Firma B. L. (Ludwig) Nückel, Ibbenbüren, ist eins der ältesten Geschäfte unserer Stadt.
Unsere Eltern und Voreltern haben gewiss schon aus Tassen getrunken und von Tellern gegessen, die in diesem Geschäft gekauft waren. Auf das Alter des Geschäfts deutete bisher auch die innere Einrichtung, die uns anheimelte, weil sie vom Hauch der Romantik umgeben war.

  Anton Nückel führte das Geschäft bis 1938. 1860 gegründet durch Ludwig Nückel, später Fa. Overmeyer
Anton Nückel
 

Diese Einrichtung mochte auch den Anforderungen der längst hinter uns liegenden so genannten guten alten Zeit genügen, aber den Erfordernissen der neuen Zeit genügten sie in unserer gewaltig gewachsenen Heimatstadt nicht mehr. Der jetzige Inhaber, Herr Josef Overmeyer, entschloss sich deshalb zu einem gründlichen Umbau, der jetzt vollendet ist und der das Haus im Innern neu und modern gestaltet hat. Nicht mehr in Ecken und Winkeln, sondern in einem einzigen großen und lichten Raum sind die Waren untergebracht. So ist das alte Haus jetzt zu einem Repräsentant der Neuzeit geworden. Was geblieben ist, ist der alte, gute, ehrliche Kaufmannsgeist, der ein Jahrhundert lang diesem Haus Ehre und Ansehen gab.
Am morgigen Donnerstag ist die Eröffnung der neuen Räume. Wir wünschen dazu dem Haus B. L. Nückel das alte Vertrauen der Kundschaft und Glück und Erfolg für die Zukunft.

Quelle: Archiv Overmeyer



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1951
Das Geschäft entwickelte sich schnell, der Laden wurde um das Doppelte vergrößert. Die Eröffnung fand am 7. November 1951 statt. Kaufhaus für jedermann Zeitungsnotiz am 7.11.51. Eines der ältesten kaufmännischen Unternehmen unserer Stadt, die Firma Nückel-Overmeyer am Unteren Markt, hat nach modernem Innenausbau wiedereröffnet. Jeder Fremde bewundert die herrliche Fachwerkfassade aus der Jahrhunderte alter Bürgersinn spricht. Das Innere atmet Großzügigkeit und weitblickenden Kaufmannsgeist. In den vielen übersichtlichen Abteilungen ist die Firma ein Kaufhaus für jedermann. Archiv Overmeyer

Quelle: Archiv Overmeyer



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1952
Umbau 1952

Das Kaufhaus Nückel-Overmeyer wurde im Kreise Tecklenburg immer bekannter, die einzelnen Abteilungen
mussten vergrößert werden. Nach dem Umbau hat das Kaufhaus Nückel - Overmeyer eine Verkaufsfläche
von 400 Quadratmetern mit folgenden Abteilungen:


Haushaltwaren
Porzellan - Glas
Lederwaren
Textilwaren
Kurzwaren
Seifen - Parfümerien
Spielwaren
Konfitüren

Quelle: Archiv Overmeyer

 


 
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Von "Kladden-Nückel" zum Kaufhaus
1860 Grundsteinlegung zum heutigen Kaufhaus


Wenn das Kaufhaus Nückel-Overmeyer am heutigen Tage nach mehrfacher Vergrößerung seine Pforten öffnet, so ist es schon wert, sich mit der Entwicklung dieses Hauses etwas näher und heimatkundlich-geschichtlich zu befassen.

Der Gründer dieses Geschäftes war Ludwig Nückel, der am 6. Dezember 1832 geboren wurde und am 8.März 1879 verstarb. Der ureigenste Besitzer dieses Hauses war die Familie Holstein, die in diesen Räumen eine Brauerei vertrieb. Das Haus wurde später an den Kaufmann Schütte aus Münster verkauft, der den Inhaber L. Nückel als Pächter einsetzte. Dieser Pächter kaufte einige Jahre später das Haus für 16.000 Mark. Heinrich Nückel, der Sohn des jetzigen Besitzers führte das Geschäft weiter, wurde aber durch einen frühen Tod abgerufen. Anton Nückel war der Nachfolger und er verpachtete das Geschäft 1938 an den Kaufmann Josef Overmeyer, der es später käuflich übernahm. Nach dem Kriege baute Herr Overmeyer das Geschäft weiter aus und schuf aus einem alten, wenn auch kleinerem Geschäft das Kaufhaus, das sich uns heute in seiner neuen Größe präsentiert. So wurde aus dem im Volksmund bekannten Geschäft "Kladden-Nückel" ein modernes Kaufhaus.

Quelle: Archiv Overmeyer



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1953
Geschäftsurkunde


Nachstehende Veröffentlichung über Ihre handelsgerichtliche Eintragung erfolgte im Bundesanzeiger Herausgeber Bundesminister der Justiz 3.11.1953 - Nr. 212 HRA 263 - 24.10.53. B.L. Nückel - Inhaber Josef Overmeyer zu Ibbenbüren. Die Firma lautet jetzt: Josef Overmeyer vormals B.L. Nückel und sie ist auf Grund eines Kaufvertrages auf den Kaufmann Josef Overmeyer zu Ibbenbüren übergegangen.

Quelle: Archiv Overmeyer



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Ibbenbüren. Einst und jetzt
Von Anton Rosen

Am unteren Marktplatz, im jetzigen Hause Overmeyer, befand sich eine große Brauerei, zu der eine Gastwirtschaft gehörte, deren Besitzer Holstein war. Doch auch diese Brauerei wurde von dem gleichen Schicksal erreicht wie die erstere. Unsere heimischen Brauereien waren nicht mehr imstande, mit den Großbrauereien zu konkurrieren. 1860 ging diese Brauerei ein und Holstein eröffnete damals den jetzigen Lindenhof.
Quelle: Ibbenbüren. Einst und jetzt



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Alt-Ibbenbüren
Von Holwitt-Hunsche


Wenn es Abend wurde und die Dämmerung sich über die Stadt senkte, kehrten die auf dem Platz spielenden Kinder in die Häuser zurück. In der "Uhlenflucht" oder "Schniederfier", wie man diese Stunde des Tages früher nannte, holten Frauen Wasser aus dem Stadtbrunnen vor dem Hause Nückel (jetzt Overmeyer) oder machten Einkäufe. Männer strebten zum Dämmerschoppen bei Leydigs Anna, zur Gaststätte Thalmann oder auch nach Hoffschulte, wo sie sowohl einkaufen (Eisenwaren) wie auch ein Schnäpschen trinken konnten, sogar bei Selbstbedienung; denn Hoffschulte hatte eine Schnapskonzession. Die Arbeit der Fastnachtgemeinschaft scheint gut gelaufen zu sein, so dass man elf Jahre lang auf Protokolle verzichten konnte. Erst am 15. Februar 1858 wurde wieder eine Versammlung protokolliert. Dabei ist wider Erwarten hauptsächlich die Rede von einer Schwingmühle, (zum Mahlen von Futtergetreide), die der Fastnachtgemeinschaft gehörte und an die Mitglieder im Bedarfsfalle ausgeliehen wurde. Der H. Holstein muss für extra-Gebrauch der Schwingmühle in seiner Brauerei 15 Silbergroschen jährlich bezahlen, so steht es im Protokollbuch.
Zehn Jahre später, am 25. Februar 1868, lieferte die Schwingmühle wiederum Gesprächsstoff beim Teggeln, und zwar bestimmte man, dass "bei Verleih der Schwingmühle an Nichtmitglieder eine Strafe von fünf Thalern" gezahlt werden sollte. Am 9. Februar 1869 gab es eine "Generalversammlung". Man widmete sich wieder der Schwingmühle und beschloss, sie bei Nückel unterzustellen und streng darauf zu achten, dass sie bei ihrem Einsatz nicht länger als 48 Stunden benutzt werden durfte. Beim Überschreiten dieser Frist waren zehn Silbergroschen Strafe zu zahlen.

Quelle: Alt-Ibbenbüren - Von Holwitt-Hunsche



Josef Overmeyer
Josef Overmeyer

Josef Overmeyer


2007
Annette Bucken - Fachwerk verschwindet hinter polierten Platten
Ibbenbüren einst und jetzt: Kladden Nückel wird Overmeyer


In dem ehemaligen Ackerbürgerhaus am Unteren Markt und an der Poststraße in Ibbenbüren befand sich früher eine Brauerei, von denen wir in Ibbenbüren "an jeder Ecke" eine hatten.

Die Familie Holstein betrieb auch eine Gastwirtschaft, in der die Ibbenbürener bei dämmrigem Licht und Bier Stadtpolitik machten. Die zwei Meter dicken Wände und der gepflasterte Fußboden im Gewölbekeller sind heute noch erhalten. 1830 übernahm Familie Nückel das ehemalige Ackerbürgerhaus. Zu dem großen Dielentor unter dem hohen Fachwerkgiebel führten flache Steinstufen, deren schön geschwungenes Geländer oft mit Korbwaren bestückt war. Wer dann die große Diele betrat, fand beidseitig des Mittelganges eine reiche Auswahl für den ländlichen Bedarf. Da gab es Sensen, Sicheln, Hacken, Spaten und Schaufeln, Beile,Äxte und Kleineisenwaren, Eimer und Milchkannen, Wannen und Waschbretter, Holzrechen zum Heuen, Körbe für die Kartoffelernte, jede Menge Besen und Bürsten, Hanfseile, Jutesäcke und nicht zu vergessen Holsken in allen Größen. Auch gab es robuste Arbeitskleidung und für die Frauen Kleider und Kittelschürzen aus Kattun, einem groben, bunt bedruckten Baumwollstoff.
Das alte Fachwerkhaus und sein Inhalt passten stilgerecht zusammen. So war es auch noch bis in die Kriegsjahre hinein, als Nückel das Geschäft schon an seinen langjährigen Mitarbeiter Josef Overmeyer übergeben hatte. Dieser verfeinerte das Warenangebot und stellte vom ländlichen mehr auf den bürgerlichen Bedarf um. Nachdem Josef Overmeyer das Nachbargrundstück der ehemaligen Schlosserei und Ofenbauerei Krüger angekauft hatte, wurde das alte Haus für neue Lager- und Verkaufsflächen weit in den Garten hinein vergrößert. Aus Kladden-Nückel war das große Kaufhaus Overmeyer geworden. In den sechziger Jahren verschwand die Fachwerkfassade hinter schwarz polierten Platten.
Zu den feierlichen Eröffnungsveranstaltungen nach dem Umbau 1962 machte der berühmte Akrobat Arnim Dahl auf einer der neuen Fahnenstangen einen Handstand. Außerdem fuhr er mit dem Motorrad über die Kante der neuen verglasten Front. Aus dieser Zeit erzählt Inge Sparenberg, die am 1. April 1960 ihre Lehre als Verkäuferin bei Overmeyer machte, dass ihr Chef eifriger Porzellan-Sammler war. Im Laden konnte man sich davon überzeugen: Hutschenreuther und Rosenthal überall! Wenn Ware angeliefert wurde, zum Beispiel Geschirr aus Marktredwitz in Süddeutschland, dann mussten alle acht Lehrlinge eine Menschenkette bilden und ausladen. Josef Overmeyer beschäftigte auch einen Fahrer, der die Waren ins Umland auslieferte. "Einmal habe ich Ware extra gut mit viel Seidenpapier für den Transport zum Kunden verpackt", erzählt Inge Sparenberg: "Ich war stolz auf meine Arbeit, aber wie das so ist, der Chef sah das anders: Seidenpapier ist zu teuer, zuerst wird das einfache Zeitungspapier und die Holzwolle aufgebraucht! Alles noch einmal!" Heutzutage würde man einfach Styropor-Chips und Luftfolie nehmen, wenn überhaupt noch eingepackt werden müsse. Heutzutage sei alles doppelt und dreifach in Plastik verpackt und eingeschweißt.
Inge Sparenberg wurde häufig losgeschickt zum Einkaufen für die Familie Overmeyer, zum Milchgeschäft Pelster, zur Fleischer Börgel, Lebensmittelladen Stöcker oder zu Frau Helmig an der Kanalstraße, Obst kaufen. Oft habe sie auch die großen Schaufenster putzen müssen, was für 14-Jährige nicht so einfach gewesen sei, und Reinigungsfirmen habe es damals nicht gegeben, so Sparenberg. Aber alle hätten sich große Mühe gegeben. Mittags war das große Kaufhaus geschlossen, die Verkäuferinnen und Verkäufer machten sich das Essen in der Düppe im Aufenthaltsraum warm. "Übrigens war es normal, dass die Lehrlinge Frühstückskaffee für das Personal kochen mussten," so Sparenberg. Mit einem vergnüglichen Gesichtsausdruck erzählt die ehemalige langjährige Mitarbeiterin: "Im Lager stand ein Ölofen, an dem man sich im Winter etwas aufwärmen konnte. Bis der so richtig heiß war, das dauerte uns zu lange. Einer von uns goss einen Schwung Öl vorne rein, es gab sofort einen großen Knall, das lange Ofenrohr flog aus der Wand und Börgels Josef war schwarz." In jeder Abteilung stand ein kleiner Behälter mit Wasser und Schwämmchen. Früher gab es nur Preisschildchen, die klebten angefeuchtet wie Briefmarken. Es war wohl zu umständlich, das Schildchen auf das nasse Schwämmchen zu patschen um es dann ordentlich an die Tasse oder den Teller zu kleben... "Schneller ging's mit Spucke, mit verkleisterter Schnute sahen wir sicher ganz reizend aus", erinnert sich Inge Sparenberg und kann sich ein Lachen nicht verkneifen. Heutzutage kann man übrigens, wenn man von der schräg gegenüber liegenden Eisdiele herüberschaut, noch zwischen den drei Fahnenstangen eine kleine Spitze vom alten Dach erblicken.

Quelle: IVZ-Beilage 50 plus - August 2007



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Von "Kladden-Nückel" zum modernen Kaufhaus

Zwei Lindenbäume standen rechts und links des Eingangstores. Unweit des Hauses war die Stadtpumpe. Besonders in regenarmer Zeit herrschten hier reges Kommen und Gehen.


Vergangenheit in dicken Kellermauern
(vgl. Heimat und Leben 8/1930)

Zwei Meter dick sind die Wände - Von der Brauerei zum modernen Geschäftshaus .
Ibbenbüren. (Reportage der Westfälischen Nachrichten) Vier Straßen und eine Gasse laufen auf den Unteren Markt in Ibbenbüren zu. Der Fußgänger wagt sich oft nicht über die verschiedenen Kreuzungen, so undurchsichtig ist der Verkehr hier. Und es kommen viele Fußgänger über diesen weiten Platz, an dem bedeutende Geschäfte Ibbenbürens liegen. Da sind noch Häuser, die alte Geschichte verraten, man muss nur die Spuren der Vergangenheit lesen können. Hier, um diesen Platz, wurde früher der Ortskern der späteren Stadt errichtet, auf diesen Platz mündeten strahlenförmig die Straßen und Wege. Und die erste Siedlung reichte sicherlich nur bis zum oberen Rande des Unteren Marktes. Erst im 14. Jahrhundert schickte sich das Dorf Ibbenbüren an, eine Stadt zu werden. Und das geschah nicht ohne Hemmnisse, wenn wir an die Pest von 1606 denken oder an die brandwütige Schar des "Tollen Christian von Braunschweig", der 1621 im Münsterland in Quartier ging und seine Spuren auch in Ibbenbüren hinterließ. An diesem Unteren Markt, um den sich Ibbenbüren aufbaute, stand auch ein Haus, natürlich im üblichen Fachwerkstil, das ein altes Bauernhaus gewesen sein muss. Wir finden nichts darüber, Urkunden und Belege aller Art haben wir vielen Bemühungen zum Trotz nicht finden können. Mit einer Entwicklung an anderen Orten gemessen, lassen sich jedoch einige Schlüsse ziehen, die vielleicht zutreffend sind, die aber auch danebengehen können. Aber wir vermuten, dass unsere Schlüsse kaum korrigiert werden können. Denn wir meinen, dass dieses Fachwerkhaus eine der ersten bäuerlichen Ansiedlungen an diesem Platz war und dass die Nebenhäuser dazugehörten wie Scheunen, Vorratskammern und Gebäude, die zu diesem Hof gehörten.
Auch in Wirklichkeit scheint uns diese These richtig zu sein, wenn wir das Haus Overmeyer am Unteren Markt, seine Beschaffenheit und Lage einmal untersuchen. Die Nachbarhäuser entstammen sicherlich dieser Entwicklung, wenn sie auch heute kaum noch in einer Beziehung zu stehen scheinen zum Hause Overmeyer, das bei aller Veränderung zum Modernen und zur Nützlichkeit eines bekannten Kaufhauses hin doch noch das alte Gesicht gewahrt hat. Es ist zu vermuten, dass dieses Haus sich noch erweitern und vergrößern wird, seine Bedeutung wird es dazu zwingen.


Es ist aber ebenfalls zu erwarten, dass die alte Front mit dem reinen Fachwerkgiebel gewahrt bleibt. Wer einmal einen Blick in den Keller dieses Hauses wirft, kennt seine Vergangenheit. In Ibbenbüren gab es viele Brauereien, nachdem die Kunst des Brauens von den Klöstern auch auf die Bürger übergegangen war und es also nicht mehr nur das "Pater-Bier" gab, wie man es nannte. Schon im 14. Jahrhundert wurde um Ibbenbüren Hopfen angebaut. Später allerdings konnten sich diese örtlichen Brauereien nicht mehr halten gegen die Konkurrenz großer Betriebe, wenn auch heute in unserem Vaterlande hier und da noch Spezialbrauereien wie für Altbier in Häusern gefunden werden, die dem alten Haus am Unteren Markt ähnlich sein mussten. So hat auch die Familie Holstein, die hier an Unteren Markt im jetzigen Hause Overmeyer eine Brauerei und Gastwirtschaft besaß, weichen müssen. Die Gewölbe des Kellers mit den gepflasterten Fußböden und den zwei Meter dicken Wänden sagen alles aus. Hier standen die Fässer, sie wurden von kräftigen Burschen an ihren Platz gerollt, während in den dämmerigen Gaststuben die Bürger zum Abendschoppen zusammenkamen, die lange Pfeife rauchten und wie heute, mit Zigarren und Zigaretten dampfend, bei einem schäumenden Glase Bier Stadtpolitik machten.

Nun ist das schon bald ein Jahrhundert her. Um es kurz zu streifen - von den Holsteins kaufte den Besitz ein Kaufmann Schütte, der Ludwig Nückel als Pächter einsetzte. Dieser Ludwig Nückel, der "Kladden-Nückel" im Volksmund hieß, übergab das Geschäft seinem Sohn Anton, der es wiederum, an den Kaufmann Josef Overmeyer verpachtete und später an ihn verkaufte. Damit begann der Aufschwung des Hauses zu einem modern geführten Kaufhaus, das weit über Ibbenbürens Grenzen hinaus Ruf und Namen besitzt. Unter der jetzigen Leitung hat das Haus manche Änderung erfahren. Im alten Bierkeller stehen Regale voller Porzellan, und als vor einigen Jahren im Keller Mauerdurchbrüche notwendig wurden, arbeiten zwei Mann mit Pressluftwerkzeugen eine Woche lang und schafften so einen Durchbruch. Der Kaufmann Josef Overmeyer übernahm an 15. Juni 1938 laut Pachtvertrag das Porzellan- und Haushaltungsartikelgeschäft des Kaufmann Anton Nückel. Die Firma lautete von da an:
B.L. Nückel, Inh. Josef Overmeyer, Ibbenbüren.
Am 4. März 1939 ist Herr Overneyor unter Nr. 607 in die Liste der Genossen für die Genossenschaft ERWEGE - Großeinkaufsgenossenschaft e.G.m.b.H. in Düsseldorf eingetragen worden.
Die Genossenschaft wurde später in KAUFRING umbenannt. Im Jahre 1940 wurde der Kaufmann Josef Overmeyer zur Wehrmacht einberufen. Das Geschäft wurde von Herrn Anton Nückel weitergeführt.
Am 23. November 1942 fand die Hochzeit des Kaufmanns Josef Overmeyer mit Fräulein Mathilde Althoff aus Metelen statt.
Der Kaufmann Anton Nückel starb am 9. April 1943. Das Geschäft ging durch Kaufvertrag in den Besitz des Kaufmannes Josef Overmeyer über. Jetzt übernahm Frau Overmeyer die Führung des Geschäftes bis zur Rückkehr ihres Mannes aus der amerikanischen Gefangenschaft im Jahre 1946.

Quelle: Archiv Overmeyer



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Wiedereröffnung B.L.
Nückel - Zeitungsnotiz vom 16.9.1949

Die Firma B.L. Nückel, Inhaber Josef Overneyer, in Ibbenbüren, steht an einem Markstein ihrer Entwicklung. Das alte Haus war vor hundert Jahren eine Bierbrauerei, deren Inhaber ein Herr Holstein war, die großen Gewölbekeller unter dem Haus lassen noch heute darauf schließen. Dann übernahm Bernhard Ludwig Nückel das Geschäft, das in seiner inneren altertümlichen Einrichtung fast ein Jahrhundert bestand. Im Jahr 1938 übernahm Herr Josef Overmeyer das Haus, der es jetzt neu und modern umgestaltete. Gestern früh fand die Eröffnung des Ladenlokals, das ein Muster moderner Raumgestaltung ist und gegenüber früher nicht wiederzuerkennen ist, in Anwesenheit verschiedener Ehrengäste statt.

     

Herr Dr. Meyer, der Direktor des Einkaufsverbandes "Kaufring Düsseldorf", sprach von der von echtem, ehrlichen Kaufmannsgeist getragenen Geschichte des Hauses und entbot dem Inhaber seine besten Glückwünsche für die Zukunft. Als sich dann die Türen für das Publikum öffneten, setzte gleich ein wahrer Massenstrom ein, der auch während des ganzen Tages anhielt. Möge er ein gutes Omen sein für die weitere Entwicklung des in neuen Gewand erstandenen alten Geschäftes.

Quelle: Archiv Overmeyer

Josef Overmeyer
   
Josef Overmeyer
 


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Heimat und Leben vom 29.4.1930

Am Unteren Markt in dem jetzigen Hause Nückel befand sich einst eine Brauerei nebst Gastwirtschaft. Unter dem Hause sind noch größere Keller vorhanden und noch ein viel größerer befindet sich, halb unter dem Erdboden, hinter dem Wohnhause. Darüber ist in seiner ganzen Länge ein zum Teil bewohntes Fachwerkgebäude errichtet worden. Die Brauerei gehörte Holstein, mitsamt der Gastwirtschaft. In den 1860er Jahren wurde das Grundstück verkauft, Brauerei und Gastwirtschaft gingen ein. Holstein war danach Schreiber am Gericht und er betrieb eine Restauration am Kirchplatz, die später in den Besitz von Glüsenkamp überging.
Quelle: IVZ Heimat und Leben vom 29.4.1930



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Fotos. Von "Kladden-Nückel" zum modernen Kaufhaus


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Unterer Markt mit Blick in die Poststraße - 1909
Unterer Markt mit Blick auf Nückel/Overmeyer- 1909
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1909 - Blick vom Unteren Markt in die Poststraße. Vor dem Fachwerkhaus Nückel (Overmeyer/Magnus) steht eine der Ibbenbürener Stadtpumpen.

 

1909 - Blick vom Unteren Markt auf das Fachwerkhaus Nückel (Overmeyer/Magnus) Rechts im Bild steht eine der Ibbenbürener Stadtpumpen vor Haus Agnischock

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spacer Foto: Unterer Markt um 1905 - AK Sammlung Kipp
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Foto: Unterer Markt um 1905 - AK Sammlung Kipp spacer


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Overmeyer Eröffnung am 7. November .1951
Overmeyer - Kanalstraße/Unterer Markt
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Nückel/Overmeyer - Eröffnung am 7. November .1951
Nückel/Overmeyer - Kanalstraße/Unterer Markt - 1961
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1951 - Hier am Unteren Markt 6. ist das Geschäft von Josef Overmeyer, (Kladden Nückel) Links das Haus vom Friseur Fritz Mager, Unterer Markt 6. Heute die Rosen Apotheke.

 

1961 Sommerschlussverkauf bei Overmeyer "Kladden Nückel" am Unterer Markt 6. Hinter dem Langnese LKW das Fachwerkhaus von Ofenbauer Krüger. (Kanalstraße 22) Nückel war das eh. Ackerbürgerhaus Meyknecht..

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spacer Foto: Sammlung Klaus Dreverhoff
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Foto: Sammlung Klaus Dreverhoff spacer


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Kaufhaus Overmeyer - Kanalstraße/Unterer Markt - 1972
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Kaufhaus Overmeyer - Unterer Markt 6 - 1963
Kaufhaus Overmeyer - Unterer Markt - 1972
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1963 - Jetzt hat auch Ibbenbüren ein "Modernes Kaufhaus". Die alte Overmeyer Fachwerk-Fassade ist hinter dieser "Modernen" verschwunden. (Umbau 1962)

 

1972 - Am 3. Oktober 1972 wird am Unteren Markt das erweiterte Kaufhaus Overmeyer eingeweiht.

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spacer Foto: Sammlung Suer
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Foto: - Sammlung Suer spacer


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Ehem. Kaufhaus Overmeyer/Magnus - September 2009
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Ehem. Kaufhaus Overmeyer/Magnus/BSE - September 2009
Das Kaufhaus Magnus ist abgerissen - 22. August 2011
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2009 - Die Magnus-Immobilie wartet auf ihren Abriss. 2009 sollte schon diese Fassade hier verschwinden. Der Magnus-Abriss begann erst im Juni 2011.

 

2011 - Der Abriss der Magnus-Immobilie hat sich nun um fast 2 Jahre verzögert. Jetzt muß noch der Bauschutt abgefahren werden..

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spacer Foto: M. Franke - September 2009
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Foto: M. Franke - August 2011 spacer


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Entwurf von Blom Architects „Top-Center“ - Kanalstraße
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Entwurf von Blom Architects „Top-Center Ibbenbüren“ - 2009
Neuer Entwurf von agn - 2017
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2009/2010 Die TOP Center Ibbenbüren GmbH entwickelte 2009 diesen Entwurf für ein Einkaufszentrum am Unteren Markt/Poststraße in Ibbenbüren.

 

2017 - Die IVZ/IVD kauft das Magnusgelände und wird dies auch bebauen. Die Ansicht der Bebauung vom Unteren Markt aus, Im Zentrum das neue Medienhaus der IVZ. Konzept von agn-

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spacer Grafik: © Architecs Blom - 2009
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Grafik. agn - IVZ/IVD - 2017 spacer


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Deko
Links zum Thema - Unterer Markt in der Presse
ivz.aktuell

spacer Baugenehmigung für Top Center erteilt IVZ Online - www.ivz-online.de/lokales - 26.01.2012
spacer Magnus: Endlich was machen IVZ Online - www.ivz-online.de/lokales - 03.07.2012
spacer Machtlos bei Magnus IVZ Online - www.ivz-online.de/lokales - 07.07.2012
spacer Magnus: Sollte es jetzt wirklich was werden? IVZ Online - www.ivz-online.de/lokales - 13.02.2013
spacer Investor legt neue Strategie für geplantes Top-Center vor IVZ Online - www.ivz-online.de/lokales - 19.02.2013
spacer Erster Tenor auf neue Pläne ist überwiegend positiv IVZ Online - www.ivz-online.de/lokales - 19.02.2013
spacer Bauantrag für Magnus-Gelände in Arbeit IVZ Online - www.ivz-aktuell.de/lokales - 18.07.2013
spacer Magnus-Gelände: Wieder keine Ansage IVZ Online - www.ivz-aktuell.de/lokales - 10.09.2013
spacer Top Center: Neue Baustoffe und neue Mieter IVZ Online - www.ivz-aktuell.de/lokales - 30.08.2014
spacer So sieht es aktuell aus, wo bald das Top-Center gebaut werden soll IVZ Online - www.ivz-aktuell.de/lokales - 25.10.2014
spacer Magnus: 250 Tonnen Boden mit Altlasten IVZ Aktuell - www.ivz-aktuell.de/lokales - 28.07.2015
spacer Sandsteinbau Müller-Nedebock wird abgerissen IVZ Aktuell - www.ivz-aktuell.de/lokales - 28.07.2015
spacer Das Haus Müller-Nedebock ist bald Geschichte IVZ Aktuell - www.ivz-aktuell.de/lokales - 05.10.2015
spacer Magnus: Der Schrecken hat ein Ende IVZ Aktuell - www.ivz-aktuell.de/lokales - 01.07.2016
spacer Die IVZ/IVD hat das Magnusgelände erworben IVZ Aktuell - www.ivz-aktuell.de/lokales - 01.07.2016
spacer Dickes Lob für das agn-Konzept IVZ Aktuell - www.ivz-aktuell.de/lokales - 05.05.2017


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Links zum Thema:

arrow agn Niederberghaus & Partner GmbH - https://www.agn.de/de/start/
  arrow IVZ Aktuell - 05.05.2017 - www.ivz-aktuell.de/lokales  
  arrow Ibbenbüren - Gestern & Heute - Unterer Markt  
  arrow Ibbenbüren - Gestern & Heute - Kanalstraße  
  arrow Öffentliche Stadtpumpen (Handschwengelpumpen) in Ibbenbüren - Stadtpumpen in Ibbenbüren  
  arrow Heimat und Leben (Beilage der IVZ von 1922 - 1954) - Heimat und Leben  


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Bücher zum Thema:


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Ibbenbüren. Einst und jetzt
Von Anton Rosen

Ibbenbürener Vereinsdruckerei, 1952
Umfang: 535 S. : Ill., Kt.

Ibbenbürener Vereinsdruckerei GmbH - http://www.ivd.de
Stadtmuseum Ibbenbüren - Im Bestand
 
Ibbenbüren - Einst und jetzt
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Alt-Ibbenbüren - Bilder Berichte Geschichten
von Friedrich E Hunsche (Autor), Bernhard Holwitt (Autor)

1. Auflage: Dezember 1979
Ibbenbürener Vereinsdruckerei GmbH 1979
Gebundene Ausgabe: 260 Seiten
ISBN: 3921290031
Ibbenbürener Vereinsdruckerei GmbH - http://www.ivd.de
Stadtmuseum Ibbenbüren - Im Bestand
 
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Overmeyer,



Foto Seite oben - Unterer Markt und Poststraße um 1905 - Sammlung Kipp



© Förderverein Stadtmuseum Ibbenbüren e. V.
Breite Straße 9 - 49477 Ibbenbüren
Stadtmuseum Ibbenbüren
Aktualisiert/Update 19.11.2017
www.stadtmuseum-ibbenbueren.de
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