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2010 - 3. Das 4 geschossige Geschäfts- und Wohnhaus hat einen "Neuen"
Nachbarn bekommen. Das Haus, wo einst die BEK und das Ordnungsamt Mieter waren
(Haus Klosterstraße 9), wurde 2009 abgerissen und hat einem neuen AWO
Seniorenwohnhaus Platz gemacht.(Bildmitte) Bis 1955 stand das Haus Jeffrè
an der Klosterstraße 9. Foto:
M. Franke 2010 |
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Gestern & Heute - Ibbenbüren im Wandel der Zeit - Die Klosterstraße
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Die Klosterstraße auf historischen Ansichtskarten (Sammlung Kipp) |
 | | | |  | | | Ibbenbüren
i. W. Alte Schmiede | Kloster-Straße
mit Blick aud die evang. Kirche | Klosterstraße
mi Ev. Kirche | |
 | Die Klosterstraße
- (Von 1933 bis 1946 Hans-Rickmers-Straße) Warum
diese Straße "Klosterstraße" genannt wird, weiß niemand. Ein Kloster hat
es nachweislich in Ibbenbüren nie gegeben. Vermutlich lag hier einmal der Zehnthof
des Klosters Herford, das in Ibbenbüren Grundbesitz, Amtsgewalt und abgabepflichtige
Bauernhöfe besaß. Gerade diese Straße hat bis in unsere Tage einen wesentlichen
Teil von Alt-Ibbenbüren bewahrt. Die Klosterstraße war früher nur etwa
zwei Meter breit, so daß sich zwei Fahrzeuge hier nicht begegnen konnten. Deshalb
gehörte diese Straße offenbar nicht zu den Durchgangsstraßen von Ibbenbüren. Dennoch
gab es hier Bauten, die in der jüngsten Geschichte der Stadt noch eine Rolle gespielt
haben: Wolffs Dampfmühle, das Wohnhaus des Fabrikanten Wolff (später Finanzamt,
jetzt Caritashaus), das Haus des Ibbenbürener Clubs (jetzt Wichernhaus) und das
Haus des Arztes Dr. Julius Krummacher. 1*
Bis
1980er Jahre - Die Klosterstraße beginnt an der Brunnenstraße und
endet an der Münsterstraße. Ab 1980er Jahre - Die Klosterstraße
beginnt an der Brunnenstraße, kreuzt die "Alte Münsterstraße"
und endet an der Weberstraße.(Ecke Weberstraße/Klosterstraße
- Parkhaus Rathaus) |
 | Die
Alte Schmiede - (Stockmanns Schmiede) Klosterstraße 2
Das
war Stockmanns Schmiede am Eingang der Klosterstraße. Das schöne alte Fachwerkhaus
bewahrte ein Stück Ibbenbürener Ortsgeschichte in seinen Mauern und Pfosten. An
seiner Stelle steht nun, wie an vielen anderen Plätzen der Stadt, ein modernes
Geschäftshaus (Elektrogeschäft Liesenkötter, Besitzer ist auch heute noch (1979)
die Familie Stockmann). 1* | | | | | Stockmanns
Schmiede |
 | Das alte
Haus war ursprünglich ein etwa 25 Meter langes Ackerbürgerhaus mit Tenne und Ställen.
Im Jahre 1874 wurde es zu einer Schmiede umgestaltet, aus der noch vor
wenigen Jahren Hammerschläge vom Amboß und das Gefauche des Blasebalgs von der
Esse in den Straßenlärm drangen. Aus der "Töddenzeit" des Hauses vor 1874 stammten
gewiß auch die Delfter Kacheln, die bei einem Umbau entfernt und von einem Fremden
für 300 Mark erworben wurden. Niemand weiß, wo sie geblieben sind. Nun sind alle
Spuren des Hauses verschwunden. Verschwunden ist auch der Kastamenbaum, der seine
Äste weit über das Dach breitete und in jedem Frühjahr mit seinen Blütenkerzen
den Platz vor der Schmiede fast märchenhaft verzauberte.
1*
Stockmanns Schmiede wurde
1962 durch einen Neubau (Geschäftshaus) ersetzt. |
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Dr. med. Julius Krummacher - (1842 - 1916) - Klosterstraße
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Es gibt einen Namen, der in das Antlitz der Spätlesejahrgänge
ein Schmunzeln, wenn nicht gar ein Lächeln, zaubern kann: Dr. Julius Krummacher.
Als der am 12. Februar 1842 in Tecklenburg Geborene im Jahre 1875 in Ibbenbüren
die Aufgaben eines Knappschaftsarztes neben einer freien Praxis übernahm, ahnte
niemand, was er für Ibbenbüren bedeuten würde. Als Enkel des von Goethe sehr geschätzten
Parabeldichters Friedrich Adolph Krummacher und Sohn des Tecklenburger Arztes
Dr. Eduard Krummacher brachte er vieles mit und leistete vieles. | |  | | Julius
Krummacher |
 | Mit dem Wissen und Können
der medizinischen Wissenschaft seiner Zeit ausgestattet, half er allen, die sich
mit ihren Beschwerden und Leiden in seinem Sprechzimmer einfanden, soweit ärztliche
Hilfe möglich war. Er versagte sie auch dann nicht, wenn er in Bereichen der Medizin
gefordert wurde, die heute Fachärzte wahrnehmen. Er war Arzt aus Berufung, wie
es manche gibt in diesem Stande. Trotz allem Schweren und Düsteren, das ihm begegnete,
bewahrte er sich die Heiterkeit des Gemütes. Er steckte voll von drolligen Einfällen,
setzte sie in die Tat um und hatte immer die Lacher auf seiner Seite. |
 | Ohne Einschränkung darf man sagen, daß er eine
starkgeprägte Persönlichkeit war, die sich zum Original entwickelte. Erholung
fand er beim Angeln, bei der Jagd und beim abendlichen Plausch mit seinen Nachbarn
von der anderen Seite der Klosterstraße, dem Schneidermeister Bernhard
Bruns und seinem Kutscher Dölfken. Am 4. Dezember 1916 starb der allseits
geschätzte Arzt. Um ihn, der sich bei Kranken und Gesunden des höchsten Ansehens
erfreute, trauerte ganz Ibbenbüren. Die Stadt Ibbenbüren benannte nach ihm eine
Straße. | | | | Auszug
aus dem Buch von Friedrich E. Hunsche - Bernhard Holwitt - Alt Ibbenbüren
- Ibbenbürener Vereinsdruckerei GmbH 1979 - 1* | Haus
des Schneidermeisters Bernhard Bruns - Klosterstraße 8 |
 | Das
Haus/Grundstück des Dr. Krummacher wurde 1928 von Witte (Bäckerei) gekauft.
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 | Haus
des Ibbenbürener Clubs - CVJM Wichernhaus - Klosterstraße 15
Nach
dem zweiten Weltkrieg erwarb die hiesige evangelische Kirchengemeinde das frühere
"Clubhaus" an der Klosterstraße. Dieses arg beschädigte Gebäude
wurde in den letzten Jahren zu dem schönen "Wichernhaus" umgebaut, das
gleichzeitig zur Entlastung des Gemeindehauses dienen soll. 2* (Wichernhaus
wird 1950 erbaut und im Februar 2001 abgerissen.) | |  | Clubhaus
der "Gesellschaft Verein" in der Klosterstraße ( Wichernhaus) >>> | Klubhaus
der "Gesellschaft Verein" |
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Die Dampfmühle Wolff - Klosterstraße 21
Friedrich
Wolff und sein Bruder Heinrich, die Wölfe, legten um 1850 den Grundstein
für mehrere Betriebe in Ibbenbüren mit später über 1000 Beschäftigten. Sie bauten
eine Glashütte in Sichtweite der Werthmühle und nannten sie Glasfabrik,
das klang fortschrittlicher. Sie bauten Häuser mit 52 Wohnungen für die dort beschäftigten
Arbeiter.
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Dampfmühle Wolff in der Klosterstraße 21 |
 | 1857 errichteten sie eine
Dampfmühle mit einem Sägewerk in der Klosterstraße, die heutige
Honigfabrik. Außerdem besaß Friedrich Kalköfen und mehrere Steinbrüche
mit Anschluß an den Bahnhof durch zwei Feldbahnen. Als die Eisenbahn gebaut wurde,
lieferte die Firma Wolff die Bruchsteine für den Unterbau. Am Güterbahnhof besorgte
Friedrich Wolff den Rangierbetrieb und den Kohlentransport vom Ibbenbürener
Förderstollen, insgesamt hatte er für seine Betriebe einen Fuhrpark von 80 Pferden. Stadtmuseum
- Aufsätze zur Geschichte Ibbenbürens -
Geschichte der Dampfmühle Wolff (Honigfabrik) >>>. |
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Rückbenennung/Umbenennung der "Hans-Rickmers-Straße",
so hieß die Klosterstraße in den Jahren 1933 - 1946 |
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| Parzellennummern
- Klosterstraße - 1831 Parzelle 303: Poietz, Friedr. Bernh., Nr.
61, später 249, Kl. 6, 19 M. - 1858 Anton P. (h. Klosterstr. 10 - Vorsthowe). Parzelle
304: Korthaus, Jos. Gern., Nr. 62, Kl. 7, 1834 Erpenbeck, Ernst, Friedr. (h. Klosterstraße
9 - Kurrelmeyer). Parzelle 305: ders., Kl. 9 (h. Klosterstraße 8 - Bruns). Parzelle
308: Bayer, Moritz, Polizeidiener, Nr. 64, Kl. 6, 5 M. (h. Klosterstraße 6 - Maaß)
- Brüggen Parzelle 309: Stockmann, Heinr., Nr. 8?, Kl. 6, 10 M. (h. Klosterstraße
4 - Beckmann). Parzelle 311: Stockmann, Jos., Nr. 65, Kl. 5, 14 M. (h. Klosterstraße
2 - Stockmann) Parzelle 312: Meyer, Jon. Gern. Heinr., Nr. 76, Kl. 7, 98 Ruten
- vorher Meyer, Alexander (h. Kloster. 1 - Hanfland). Parzelle 314: Doths,
Friedr., Nr. 66, Kl. 6, 10 M. - 1853 Hauenhorst (h. Klosterstraße 3 - Witte).
Parzelle 335: Kerstein, Ludwig Wilh.,. Assessor, Nr. 63 (h. Klosterstraße
5 - zusammen mit Parz. 336 - h. Witte, früher Krummacher). Parzelle 342: Sporleder,
Friedr., Nr. 59, KL 1, 80 M. - später Wolf, Friedr. (h. Kloster. 11 - Hübner und
12 . Finanzamt). |
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Alle Angaben (Parzellennummern) aus - Anton
Rosen - Ibbenbüren - Einst und Jetzt - Ibbenbürener Vereinsdruckerei, 1952
- © IVD |  |
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Adreßbuch Amt Ibbenbüren - 1939 - Straßen- und
Häuser-Verzeichnis - Klosterstraße (Von 1933-1946 - Hans-Rickmers-Straße) |
 | Hanfland
- Hans-Rickmers-Straße 1 Stockmann - Hans-Rickmers-Straße
2 (Schmiede) Witte - Hans-Rickmers-Straße 3 (Bäckerei) Beckmann
- Hans-Rickmers-Straße 4 Heßling - Hans-Rickmers-Straße
5 Maas - Hans-Rickmers-Straße 6 Bruns
- Hans-Rickmers-Straße 8 (Schneider) |
Jeffrè - Hans-Rickmers-Straße 9 Kurellmeyer
- Hans-Rickmers-Straße 10 Vorsthove - Hans-Rickmers-Straße
12 Nierenz - Hans-Rickmers-Straße 13 Schmitz
- Hans-Rickmers-Straße 15 Hübner - Hans-Rickmers-Straße
17 (Sattler) Renz - Hans-Rickmers-Straße 19 |  |
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Quelle: |
 | 1*
Quelle: Friedrich E. Hunsche - Bernhard Holwitt
- Alt Ibbenbüren 1.
Auflage: Ibbenbürener Vereinsdruckerei GmbH 1979 Gebundene Ausgabe: 260 Seiten
ISBN: 3921290031 Im Online-Archiv
des Stadtmuseums | |
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2* Quelle: Anton Rosen - Ibbenbüren. Einst und jetzt Ibbenbürener
Vereinsdruckerei, 1952 Umfang: 535 Seiten. : Ill., Kt. - Im Online-Archiv
des Stadtmuseums | |
 | Quelle:
Werner Suer - Zur Geschichte der "Alten Honigfabrik"
- Wolff's Dampfmühle Hrsg. Caritas Ibbenbüren 1. Auflage, August 2009 Druck,
Moorkamp Mettingen 24 Seiten, Broschüre Im Online-Archiv
des Stadtmuseums | |
| © Foto
Seite oben - Stockmanns Schmiede am "Eingang" Klosterstraße - Sammlung
Suer |
| © Förderverein Stadtmuseum Ibbenbüren
e. V. Breite Straße 9 - 49477 Ibbenbüren |
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