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Foto: (Die Presse am Bahnhof) Klaus Dreverhoff. Ibbenbüren
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Archiv - Stadtmuseum Ibbenbüren
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Pressearchiv im Stadtmuseum Ibbenbüren :: Pressespiegel - Januar - Juni 2012



Anna und Emma - Das Salonsofa - Stadtjournal - Ausgabe 17 - Juni 2012
Kleine Bücherei im Stadtmuseum - Stadtjournal - Ausgabe 17 - Juni 2012
Bierflasche aus dem Jahr 1890 - Stadtjournal - Ausgabe 17 - Juni 2012
Stadtpumpe aus Ibbenbürener Sandstein, - Stadtjournal - Ausgabe 17 - Juni 2012
Kleine Bücherei im Stadtmuseum - Anzeiger vom 06.06.2012
Unterstützung für Brunnenbau am Stadtmuseum gesucht - IVZ vom 25.05.2012
Kaisers Knopf - Sensationelles Ausstellungsstück - OSZ vom 01.04.2012
Neue Tapeten fürs Museum. Versammlung des Fördervereins - IVZ vom 09.03.12
Herrschaftlichem Leben auf der Spur - IVZ vom 03.03.2012
Einblicke ins Stadtmuseum - mazzTV und IVZ online vom 02.03.2012

Pressespiegel Grafik



Pressearchiv im Stadtmuseum Ibbenbüren :: Pressespiegel - Januar - Juni 2012


Anna und Emma - Das Salonsofa
Stadtjournal - Ausgabe 17 - Juni 2012

Dienstmädchengeschichte, beinahe glaubhaft, diesmal vom guten Salonsofa. Lange waren verwaschene, seltsame blaue Kreise drauf zu sehen, irgendwann wurde es neu bezogen.

Anna erinnert sich an die alten Zeiten, in der Emma und sie als Hausmädchen in der Villa beschäftigt waren. Sie sieht sich ein altes Foto von früher an, etwas verknickt und vergilbt. Abgebildet sind die alten Herrschaften des Hauses. Die Dame sitzt im Armlehnstuhl, der Hausherr steht neben ihr.
Vor dem Fenster steht der Teetisch und an dem Paar vorbei kann man in den Salon schauen. Durch die Schiebetür ging ´s vom Damenzimmer in den Salon, dem Musiksalon. Die drei Töchter des Hauses machten damals Musik. In der Mitte erkennt sie den Tisch, so ein feiner geschwungener Salontisch und ringsum die grazilen Stühle. Hinten an der Wand präsentiert sich das Salonsofa, das gute Stück war mit Seide bezogen. Geschmackvolle Kissen lehnen an jeder Seite. Was für ein schönes Möbel, prächtig und elegant. Noch nie hatte dort jemand gesessen, jedenfalls nicht zu der Zeit, als die beiden Hausmädchen dort arbeiteten.
Wenn früher die Frau Kirchenrat zu Besuch kam, saß sie immer ganz vorn auf einer Stuhlkante, niemals hatte sie sich auf das gute Sofa nötigen lassen. Auch der wohlbeleibte Herr Oberstudienrat saß lieber im Armlehnstuhl. So ein prächtiges Sofa ist wohl nur zum Anschauen da. Anna entsinnt sich ganz neblig an eine denkwürdige Begebenheit. Eines Tages hatte der Hausherr die Notenblätter im Musiksalon ausgebreitet, die Stühle und das Sofa lagen voller Papierstapel. Er war schon eine Weile dabei, die einzelnen Blätter abzustempeln. Als wieder einmal die Bekannte mit ihrer dreijährigen Tochter zu Besuch kam, sah die Kleine dem alten Herrn beim Stempeln zu, wie sie es schon oft getan hatte. Sie beabsichtigte nur Gutes beim Tippen in das Stempelkissen mit der blauen Farbe. Der Herr des Hauses bemerkte nichts, er war gerade nebenan im Herrenzimmer, um fertig gestempelte Notenblätter einzuordnen.

Das Mädchen wusste wohl genau bescheid, her mit dem Stempel, rein in das Stempelkissen!

In diesem Moment kam Anna zur Tür herein, sah das bevorstehende Unglück und rief leise sie ihre Freundin Emma zur Hilfe. Dann aber trauten sie sich nicht, dem Kind das Stempeln zu verbieten. Erst kriegte das ein oder andere Notenblatt einen zusätzlichen Stempel, dann noch die Stühle und der Tisch. Und da - das gute Sofa…

Oh nein, Emma verschwand unauffällig in der Küche, Anna hastete hinterher. Ogottogott, wenn das mal gut geht… Sie fingen eifrig zu putzen an. Der nächste Stempel saß, wo noch nie jemand gesessen hatte. Und noch einer und noch einer. An der Wand, so im unteren Bereich, sahen die blauen Kreise auch gut aus. Tatsächlich, das Kind ließ keine Möglichkeit aus, den Salon zu verschönern. Zack!

Was der Herr des Hauses dann später zum neuen Stempelwerk gesagt hat, ist wohl vom Winde verweht. (ab)


Quelle: Stadtjournal - Ausgabe 17 - Juni 2012


Stadtmuseum Ibbenbüren - Pressearchiv 2012
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Kleine Bücherei im Stadtmuseum
Stadtjournal - Ausgabe 17 - Juni 2012

Freude am Stöbern, Forschen und Finden

So lautet das Motto des Fördervereins Stadtmuseum, der in der alten Villa an der Breiten Straße eine kleine Bücherei eingerichtet hat.

Wenn sonntags das Stadtmuseum geöffnet ist, besteht für Besucher die Möglichkeit nach Herzenslust in den Büchern zu stöbern. Viele Ausgaben sind längst vergriffen und fast nur noch im Stadtmuseum zu betrachten. Selbstverständlich dürfen auch Exemplare ausgeliehen werden. Nach Eintragung des Namens und der Adresse in eine Liste kann der Interessierte das ausgesuchte Buch mit nach Hause nehmen. So manche Neuigkeit, Erinnerung und Entdeckung wurde im Stadtmuseum schon aufgespürt. Schon längst aus dem Gedächtnis verlorene Bilder von Stadtansichten, Ereignissen und Beschreibungen aus alter Zeit werden beim Blättern ganz neu sichtbar. Ibbenbürener Geschichte, auch aus der nahen Umgebung hat die kleine Bücherei im Stadtmuseum zu bieten.

Öffnungszeiten: Die Bücherei ist wie das Stadtmuseum sonntags von 15.00 – 18.00 Uhr geöffnet. (ab)


Quelle: Stadtjournal - Ausgabe 17 - Juni 2012


Stadtmuseum Ibbenbüren - Pressearchiv 2012
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Bierflasche aus dem Jahr 1890  
 Ibbenbürener Glasexponate in der neuen Ausstellung
Stadtjournal - Ausgabe 17 - Juni 2012

Schon in der Bronzezeit wurde Glas hergestellt. Im Münchener Museum für ägyptische Kunst ist das älteste sicher zu datierende Glasgefäß anzuschauen. Also wird schon seit 3000 Jahren Glas gebraucht.

Im römischen Reich waren Glashütten weit verbreitet, es wurden Hohl- und Flachglas, Perlen und Parfümfläschchen hergestellt. Später wurde Behälterglas für Lebensmittel, in Form von Karaffen und Trinkgläsern produziert. Im Gegensatz zu den bis dahin üblichen Behältnissen aus Ton, Holz, Metall und Leder, ist Glas geschmacksneutral.

Der älteste Text zur Glasherstellung stammt aus der Zeit um 1100 vom Benediktinermönch Theophilus. Er vermischte Asche von getrocknetem Buchenholz mit gesiebtem Flusssand. Dieses Gemenge rührte er Tag und Nacht im Ofen zum Trocknen. Danach wurde das Gemisch geschmolzen. Durch Verunreinigungen im Sand mit Eisenoxyd färbte sich das Glas grünlich.
Bis heute dienen Quarzsand und Pottasche als Grundzutaten in der Glasherstellung. Um 1800 gab es bereits 13 große Glashütten in der westfälischen Provinz. Um die ernorme Menge an Holz, die zum Beheizen der Öfen notwendig war, nicht über lange Wege transportieren zu müssen, wurden Glashütten in abgelegenen Waldgebieten angelegt.
Der Bergbau in Ibbenbüren war zu dieser Zeit weit fortgeschritten, man suchte nach zusätzlichen Verwendungsmöglichkeiten für die Kohle. So kam man auf die Idee, die optimalen Voraussetzungen in Ibbenbüren für den Glashüttenbau zu nutzen. Kohle zum Befeuern der Schmelzöfen, Quarzsand, Kalk, Mergel und Sandstein und Ton für den Ofenbau, alle „Zutaten“ sind noch immer in Ibbenbüren vorhanden.
1824 stand schon die erste Glashütte nordwestlich der Stadt. 1840 waren in Ibbenbüren mehr Glashüttenarbeiter als Bergleute beschäftigt. Ein Glasbläser verdiente auch sehr viel mehr als ein Bergmann. In einer der Ibbenbürener Chronik aus dem Jahr 1825 steht: „Im Anfang des Monats Januar wurde auf der im vorigen Jahre Seitens der Herren Meyersiek & Comp. unterhalb der Glücksburg erbauten Glashütte mit der Verfertigung von grünem Hohlglase angefangen, welches sehr günstig ausfiel. Es wurden im Jahre 1825 überhaupt für 15 000 Rthl. grünes Hohlglas verfertigt und dabey 11 Glasbläser und 17 Arbeiter beschäftigt.“
1843 begann ein Aufschwung, 1863 wurde um ein zusätzliches Betriebsgebäude erweitert.Ab 1875 produzierten auch Friedrich und Heinrich Wolff in der Südfeldmark Glas.
1887 war die Nachfrage nach Wasser- und Medizinflaschen so groß, dass Wolff´s größere Aufträge abweisen mussten. Zu dieser Zeit wurden jährlich sechs Millionen Flaschen und eine Million Medizingläser fabriziert. Die Brüder Wolff beschäftigten 100 Mitarbeiter in der Glasfabrik, es wurden 52 Wohnungen für die Hüttenarbeiter gebaut. Noch heute erkennt man die Reihe der Sandsteinhäuser an der Münsterstraße. 1898 stürzte das Fabrikdach ein, kurz darauf wurde der Betrieb eingestellt.
In Kösters Glashütte wurden ab 1895 hauptsächlich Haus- und Wirtschaftsgläser aller Art produziert.
1939, nach Modernisierung und Übernahme durch Dr. Richard Borgmann stellten 300 Arbeiter täglich 200 000 Medizinflaschen her.
Ab 1940 fertigte die Glashütte Medizin- und Verpackungsglas aller Art für Industrie und Handel. Die Fabrik wurde 1966 geschlossen.
In sechs Vitrinen zeigt das Stadtmuseum Erzeugnisse der Ibbenbürener Glashütten. Von Likörgläschen, großen braunen 10-Liter-Flaschen, Murmeln und Seehundflaschen ist eine große Vielfalt an Exponaten zu sehen. Ein weiterer Höhepunkt ist die Ibbenbürener Geduldsflasche, die der Knappe Fritz Raßmann für das Stadtmuseum gefertigt hat. Die Ausstellung wird komplettiert durch historische Glasmacherwerkzeuge.
Weitere Informationen können Besucher beim Rundgang durch das Stadtmuseum sonntags von 15.00 - 18.00 Uhr erhalten. Eintritt ist frei.
„Drum Brüder legt die Pfeifen an, hoch lebe, wer Glas machen kann.“ (ab)


Quelle: Stadtjournal - Ausgabe 17 - Juni 2012


Stadtmuseum Ibbenbüren - Pressearchiv 2012
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Stadtpumpe aus Ibbenbürener Sandstein,  
 so groß, so hoch und so fein?
Stadtjournal - Ausgabe 17 - Juni 2012

Manchem Betrachter alter Bilder aus der Stadt ist sicher schon einmal eines dieser säulenartigen Bauwerke aufgefallen.
Na klar, es handelt sich um Stadtpumpen, durch Datierung historischer Fotos lässt sich feststellen, dass bis ca. 1920 solche Pumpen in Ibbenbüren üblich waren. Erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass es sich hierbei um eine Ummantelung aus Sandstein handelt. 2,50 m hoch, auf manchen Säulen ist noch eine Gaslaterne zu erkennen.

Von je her war in Ibbenbüren der Sandstein wichtig. Die ersten Steinhäuser und natürlich die alte Christuskirche sind schon aus dem Werkstoff entstanden. Es ist anzunehmen, dass hierzu schon im Mittelalter das Material aus dem Steinbruch am heutigen Osterberg stammte.

Aus alten Unterlagen geht hervor, dass im Jahre 1865 der Brunnen am Unteren Markt erneuert werden sollte, der dann 130 Thaler, 5 Silberlinge und 8 Pfennige gekostet hat. Also kann man davon ausgehen, dass schon lange vor 1865 eine Wasserpumpe am Unteren Markt in Gebrauch war. Die Wasserversorgung in den Häusern wurde entweder durch Quellen oder Brunnen gesichert. Reich war eine Stadt, die ihre Einwohner mit Wasser der öffentlichen Stadtpumpen versorgen konnte. Solche „Säulen“ standen an Unteren Markt, am Oberen Markt und an der Großen Straße. In Erinnerung an die alte Zeit sollen die Bürger nun bald wieder westlich des Stadtmuseums auf dem kleinen Nachbargrundstück mit einer neuen „alten“ Stadtpumpe echtes Wasser pumpen können. Die kleine Ecke am Anfang der Breiten Straße ist dazu gerade richtig und die Pumpe ist ganz in der Nähe des alten Standorts vor dem Haus Große Straße 34. In Zusammenarbeit mit unseren Ibbenbürener Sandsteinfirmen Merge, Schwabe und Woitzel wird die große Pumpen-Ummantelung angefertigt. Der Förderverein Stadtmuseum sucht Spender und Sponsoren, die dabei helfen, dass das einmalige Projekt Wirklichkeit werden kann.

Im Stadtmuseum können Besucher Bilder des Projekts, ein Stadtpumpen- Modell aus echtem Sandstein und ein Papierentwurf in Originalhöhe anschauen.
Öffnungszeiten: Sonntags von 15.00 - 18.00 Uhr geöffnet;
Konto bei der Volksbank; BLZ 403 619 06; Kontonummer 41 94 1800; Kennwort Stadtpumpe


Quelle: Stadtjournal - Ausgabe 17 - Juni 2012


Stadtmuseum Ibbenbüren - Pressearchiv 2012
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  Kleine Bücherei im Stadtmuseum
Anzeiger vom 06.06.2012

Ibbenbüren. Die Freude am Stöbern, Forschen und Finden So lautet das Motto des Fördervereins Stadtmuseum, der in der alten Villa an der Breiten Straße eine kleine Bücherei eingerichtet hat. Wenn sonntags das Stadtmuseum geöffnet ist, besteht für Besucher die Möglichkeit nach Herzenslust in den Büchern zu stöbern. Viele Ausgaben sind längst vergriffen und fast nur noch im Stadtmuseum zu betrachten.
Selbstverständlich dürfen auch Exemplare ausgeliehen werden. Nach Eintragung des Namens und der Adresse in eine Liste kann der Interessierte das ausgesuchte Buch mit nach Hause nehmen.
So manche Neuigkeit, Erinnerung und Entdeckung wurde im Stadtmuseum schon aufgespürt. Schon längst aus dem Gedächtnis verlorene Bilder von Stadtansichten, Ereignissen und Beschreibungen aus alter Zeit werden beim Blättern ganz neu sichtbar. Ibbenbürener Geschichte, auch aus der nahen Umgebung hat die kleine Bücherei im Stadtmuseum zu bieten. sonntags von 15 - 18 Uhr geöffnet


Quelle: Anzeiger vom 06.06.2012 


Stadtmuseum Ibbenbüren - Pressearchiv 2012
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  Unterstützung für Brunnenbau am Stadtmuseum gesucht
IVZ vom 25.05.2012

 

In Erinnerung an die alte Zeit sollen Bürger nun bald wieder westlich des Stadtmuseums auf dem kleinen Nachbargrundstück mit einer neuen „alten“ Stadtpumpe echtes Wasser pumpen können. Um das realisieren zu können, werden Spender und Sponsoren gesucht.

Ibbenbüren. Wer früher keinen Brunnen im Haus oder im Garten hatte, ging mit einem Eimer hinaus auf die Straße und holte sich sein Wasser an der Pumpe. Solche „Säulen“ standen am Unteren Markt, am Oberen Markt und an der Großen Straße. Für die Menschen war dies Normalität. Beim Gang zur Säule erfuhr man Neues, traf Leute und die Nachbarn. Die Wasserversorgung in den Häusern wurde entweder durch Quellen oder Brunnen gesichert. Reich war eine Stadt, die ihre Einwohner mit Wasser der öffentlichen Stadtpumpen versorgen konnte.

In Erinnerung an die alte Zeit sollen Bürger nun bald wieder westlich des Stadtmuseums auf dem kleinen Nachbargrundstück mit einer neuen „alten“ Stadtpumpe echtes Wasser pumpen können. Die kleine Ecke am Anfang der Breiten Straße ist dazu gerade richtig, finden die Verantwortlichen des Stadtmuseums. Die Pumpe soll in der Nähe des alten Standorts vor dem Haus Große Straße 34 zu finden sein. In Zusammenarbeit mit den Ibbenbürener Sandsteinfirmen Merge, Schwabe und Woitzel wird die große Pumpen-Ummantelung angefertigt, denn das war das Charakteristische der Pumpen: eine Ummantelung mit Sandstein.

Im Stadtmuseum können Besucher Bilder des Projekts, ein Stadtpumpen-Modell aus echtem Sandstein und ein Papierentwurf in Originalhöhe anschauen. Es ist sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt zum Museum ist frei.
Bis etwa 1920 waren solche Pumpen nämlich in Ibbenbüren üblich. Erst auf den zweiten Blick erkennt man auf historischen Fotos, dass es sich bei der Beschaffenheit der Gebilde um eine Ummantelung aus Sandstein handelt, etwa zweieinhalb Meter hoch. Auf manchen Säulen ist auch noch eine Gaslaterne zu erkennen.


 

Von jeher war in Ibbenbüren der Sandstein wichtig. Die ersten Steinhäuser und natürlich auch die alte Christuskirche sind schon aus diesem Werkstoff entstanden. Es ist anzunehmen, dass hierzu bereits im Mittelalter das Material aus dem Steinbruch am heutigen Osterberg verwendet worden ist. Aus alten Unterlagen geht hervor, dass im Jahre 1865 der Brunnen am Unteren Markt erneuert werden sollte. Das kostete „130 Thaler, fünf Silberlinge und acht Pfennige“. Man kann also davon ausgehen, dass schon lange vor 1865 eine Wasserpumpe am Unteren Markt in Gebrauch war.

Der Förderverein Stadtmuseum sucht noch Spender und Sponsoren, die dabei mithelfen möchten, dass dieses einmalige Projekt bald Wirklichkeit werden kann.
Spenden für eine Stadtpumpe: Volksbank Tecklenburger Land. Kto.-Nr. 41 941 800, BLZ: 403 619 06. Kennwort: Stadtpumpe.


Quelle: IVZ vom 25.05.2012 - Annette Bucken  


Stadtmuseum Ibbenbüren - Pressearchiv 2012
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Kaisers Knopf - Sensationelles Ausstellungsstück

Osnabrücker Sonntagszeitung
vom 01.04.2012


Ibbenbüren.
Die rechte Hand steckt lässig in der halb offenen Uniformjacke – mit dieser typischen Pose wurde der französische Kaiser Napoleon Bonaparte weltberühmt. Dass darunter das Kleidungsstück namentlich die es zusammenhaltenden Knöpfe – erheblich litten, wird den gebürtigen Korsen, der eine gewaltige Armee befehligte und zeitweise über weite Teile Europas regierte, kaum interessiert haben. Einen Endruck von der Belastung, der die Knöpfe an der Jacke des Kaisers ausgesetzt waren, bekam im Jahr 1810 ausgerechnet ein Bürger der Stadt Ibbenbüren. Napoleon, der bis dahin große Teile des damaligen Deutschen Reiches erobert hatte, kam in die Bergmannstadt, um dort sein Gesetzeswerk, den „Code Napoleon“, persönlich zu verkünden. Bei der Zeremonie auf dem Oberen Markt präsentierte sich Napoleon einmal mehr in seiner Lieblingspose, was zur Folge hatte, dass sich ein Knopf von seiner Jacke löste. Das runde Accessoire flog in hohem Bogen durch die Luft und landete just vor den Füßen besagten Bürgers, dessen Nachfahren noch heute in Ibbenbüren leben. PDF Seite >>>

Pressemeldung der Osnabrücker Sonntagszeitung vom 01.04.2012

Über diesen kuriosen Vorfall berichtet ein Tagebuch, das vor einigen Wochen nebst Knopf im Ibbenbürener Stadtarchiv aufgetaucht ist. Die Authentizität des sensationellen Fundes wurde inzwischen von einer unabhängigen Historiker-Kommission der Universität Münster bestätigt. Das Ibbenbürener Stadtmuseum hat die große Ehre, das seltene Relikt zuerst der Öffentlichkeit präsentieren zu dürfen. Hinter Glas, in einer Vitrine im Erdgeschoss des Hauses Herold, wartet der historisch bedeutsame Knopf jetzt auf interessierte Besucher. Das Stadtmuseum Ibbenbüren öffnet jeden Sonntag von 15 bis 18 Uhr. H.L.


Quelle: Osnabrücker Sonntagszeitung vom 01.04.2012  


Stadtmuseum Ibbenbüren - Pressearchiv 2012
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Neue Tapeten fürs Museum - Versammlung des Fördervereins
Wert des Gebäudes durch Renovierung gestiegen

IVZ vom 09.03.2012

Mit dem Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr begann am Mittwochabend die Mitgliederversammlung des Fördervereins Stadtmuseum Ibbenbüren e. V. Annette Bucken stellte in einer Fotopräsentation die Ereignisse des Kalenderjahres 2011 vor. Im Mittelpunkt stand die umfassende Renovierung der Räume im Erdgeschoss, die Ibbenbürener Handwerker mit Unterstützung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe termingerecht bewältigten. Dabei stellte sich heraus, dass die Arbeiten in dem 1892 erbauten Stadthaus über ein paar Schönheitsreparaturen hinausgehen mussten.

Bildunterschrift: "Anfassen verboten" gibt es nicht im Ibbenbürener Stadtmuseum. Der Vorstand des Fördervereins kümmert sich unter anderem um die Beschaffung von Einrichtungsgegenständen im Stil der Erbaungszeit, die von Besuchern auch genutzt werden können: Heiner Jessing, Dirk Hawerkamp, Annette Bucken, Jürgen Bucken,Theodor Overberg und der Vorsitzende Jürgen Povel (v.l.n.r.)

Bildunterschrift: "Anfassen verboten" gibt es nicht im Ibbenbürener Stadtmuseum. Der Vorstand des Fördervereins kümmert sich unter anderem um die Beschaffung von Einrichtungsgegenständen im Stil der Erbaungszeit, die von Besuchern auch genutzt werden können: Heiner Jessing, Dirk Hawerkamp, Annette Bucken, Jürgen Bucken,Theodor Overberg und der Vorsitzende Jürgen Povel (v.l.n.r.)


Hinter den alten Tapeten kamen Löcher und Risse zu Vorschein, die von der beauftragten Malerfirma fachgerecht beseitigt wurden. Nach Abschluss der Arbeiten stellten die Denkmalschützer aus Münster fest, dass der Wert des Gebäudes erheblich gestiegen sei. Darüber freuen sich besonders heiratswillige Paare, die seit dem 18. Mai 2011 in der stimmungsvollen Atmosphäre des Museums den Bund fürs Lebens schließen können.

Wer dem Kriegerdenkmal auf dem Kirchplatz nachtrauert, kann im Museum zumindest dem Vogel aus Sandstein in die Augen schauen. Um die Räume im Stil des Historismus weiter auszugestalten, wurden neue Möbelstücke, Leuchter, Öfen und Einrichtungsgegenstände erworben. Ein Schwerpunkt der Arbeit war 2011 die Eröffnung der Ausstellung zur Postgeschichte Ibbbenbürens. Sie ist noch bis Pfingsten in der ersten Etage des Museums zu besichtigen. Eine Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Aufstellung einer Stadtpumpe am Museum, aus der natürlich Wasser fließen soll. Joachim Michels informierte über die Arbeit der Stadtplanungsgruppe, die sich mit der Digitalisierung von Karten befasst. Daraus sollen ein Buch und eine Ausstellung entstehen.


Über ausgeglichene Konten berichtete der Kassierer Dirk Hawerkamp. Kassenprüfer Laurenz Börgel bescheinigte ihm eine überaus ordentliche Buchführung, so dass der Vorstand einstimmig entlastet wurde. Es sei unglaublich, wie sich das Haus seit der Übernahme durch den Förderverein entwickelt habe, hob Jörg Schnepper hervor. Es sei ein Schmuckstück geworden. Das bestätigte auch Bürgermeister Heinz Steingröver. Die Zuschüsse der Stadt werden ausschließlich für die bauseitige Unterhaltung des denkmalgeschützten Gebäudes verwendet, der Museumsbetrieb wird aus Spenden und eigenen Einnahmen finanziert, hatte Hawerkamp ausgeführt.

Durch Wiederwahl bleiben die Kassenprüfer Laurenz Börgel und Viktor Schneider im Amt, beschloss die Versammlung. In den Planungen für 2012 seien bereits der vierte "Ofensonntag" am 11. März, die Beteiligung am "Tag des offenen Denkmals" (11. September) und an der Aktion "Ab in die Mitte" gesichert, teilte der Vorsitzende Jürgen Povel mit. Gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Hellendoorn im Städtepartnerschaftsverein soll eine Fahrt zum neuen Museum über die Zeit des Zweiten Weltkriegs in Ibbenbürens niederländischer Partnerstadt organisiert werden.


Quelle: IVZ vom 09.03.2012 - Brigitte Striehn 


Stadtmuseum Ibbenbüren - Pressearchiv 2012
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Herrschaftlichem Leben auf der Spur - Sonntag ist Tag der Archive:
Auch im Stadtmuseum ist mancher Schatz und Schätzchen zu entdecken

IVZ vom 03.03.2012

Ibbenbüren. Worüber sie wohl geplaudert haben? Die Damen die einst bei einem Tässchen Tee oder Gläschen Likör in diesem Raum mit seinen filigranen Tapeten und kunstvoll verzierten Stuckdecken beisammen saßen. Vielleicht haben sie durch die Spitzengardinen einen Blick auf die Straße geworfen, um zu sehen, wer vor dem herrschaftlichen Hause flanierte. Wenn auch die Gespräche aus dem Salon im Hause Hövel nicht überliefert sind – einen Eindruck vom Lebensgefühl der Gründerzeit gibt es dort heute noch. Die Rede ist vom Ibbenbürener Stadtmuseum an der Breiten Straße. Unsere Zeitung nahm den morgigen Tag der Archive zum Anlass, um in dem Kleinod die Spur des herrschaftlichen Lebens zu verfolgen.

Das ehrenamtliche Team des Stadtmuseums hat viele Schätze zusammengetragen. „Wir wollen, dass die Besucher die Schubladen öffnen oder in die Schränke schauen“, sagt Jürgen Bucken. Wer im filigranen Sekretär im Damenzimmer stöbert, stößt auf zarte Spitzenhandschuhe. Auch der Büffetschrank, reich mit Intarsien verziert, beherbergt Fundstücke aus der Zeit des auslaufenden 19. Jahrhunderts.

„Alles, was Sie hier sehen, folgt dem Stil des Historismus“, erklärt Jürgen Bucken. Wer es sich leisten konnte, wagte in der Gründerzeit einen mutigen Stilmix. Möbelstücke, Teppiche, Bilder oder Uhren à la Renaissance oder Neobarock wurden damals munter kombiniert. Nur von außen wahrt die Stadtvilla, die 1892 vom Architekten Julius Hövel erbaut wurde, einen einheitlichen klassizistischen Stil.


Durch die dunkle Holztür geht es in den Salon mit seinem wunderschönen Tisch samt Polstermöbeln. Das Portrait einer Dame mit Maiglöckchenstrauß ziert die Wand über dem Sofa. „Das ist eine Verwandte der Familie Többen“, erklärt Annette Bucken. Die Többens, Anteilshaber der Textilfabrik am Bahnhof, waren die zweiten Besitzer der Villa.

Der größte Schatz im Salon sorgt für wohlige Wärme: ein prunkvoller Säulen-Regulierofen. Mit einer Füllung Kohle versieht er drei Tage lang seine Dienste. Hingucker auf den zweiten Blick ist die Decke im Stil des Neobarock mit ihren wunderschönen Darstellungen der vier Jahreszeiten.

Im prachtvollen Herrenzimmer mit seinen schweren dunklen Eichenmöbeln können Brautpaare den Bund fürs Leben schließen. Wo – ganz zeitgemäß für das Herrenhaus – Werke von Goethe und Schiller im Regal stehen, hat das Ibbenbürener Standesamt ein Trauzimmer. „Hier haben wir einen echten Schatz“, sagt Annette Bucken mit verschmitztem Lächeln. Der aufwendig in Form eines Schwans gearbeitete dunkle Stuhl versteckt unter dem Sitzkissen eine Schatzkiste. Was früher wohl darin verborgen war? Heute lässt sich daraus jedenfalls herrlich naschen.

Ein paar Schritte weiter gibt es eine ganze Fülle an kleinen Kostbarkeiten: die Ibbenbürener Glassammlung. Sie erinnert an die zwei Glashütten, die es einst in der Bergmannsstadt gab. Jedes Exponat in den Glasvitrinen ist made in Ibbenbüren, sagt Werner Suer vom Museumsteam.

Und noch ein Schätzchen steht in diesem Raum: eine Kaffeebohnen-Verlesmaschine. Schließlich gab es einst vier Kaffee-Röstereien in Ibbenbüren. Wer sich selbst von den vielen Schätzen im Stadtmuseum sowie der Sonderausstellung im Obergeschoss überzeugen möchte, hat dazu jeden Sonntag von 15 bis 18 Uhr Gelegenheit.


Quelle: IVZ vom 03.03.2012 - Autor: Vera Konermann 


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Einblicke ins Stadtmuseum - IVZ online Bilderstrecke und mazzTV Video
mazzTV vom 02.03.2012

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IVZ - Einblicke ins Stadtmuseum
Im Ibbenbürener Stadtmuseum an der Breiten Straße ist so mancher Schatz zu entdecken. Unsere Zeitung nahm den Tag der Archive zum Anlass, um in dem Kleinod im Herzen der Stadt die Spur des herrschaftlichen Lebens zu verfolgen.
Fotos: Vera Konermann

Foto: IVZ/mazzTV - http://www.mazztv.de/?vid=2133
IVZ Fotostrecke - http://www.ivz-online.de/fotos

Quelle: mazzTV vom 02.03.2012  



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Aktualisiert/Update 20.05.2018
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