Stadtmuseum Ibbenbüren - Baudenkmäler

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Stadt Ibbenbüren
Stadtmuseum Ibbenbüren


Schachtanlage Oeynhausen, Einzelobjekt Schachtturm über Schacht 1 mit
Fördermaschinenhaus
Inventar-Nr. A 116 d

Schachtanlage Oeynhausen, Materiallager (ehem. Kesselhaus)



Schachtanlage Oeynhausen
Einzelobjekt Schachtturm über Schacht 1 mit Fördermaschinenhaus


Adresse: Osnabrücker Straße 141
Inventar-Nr. A 116 d
eingetragen am 01.10.2019
Datierung - 1927
Schutzumfang - komplett
Bauwerksklassen - Baudenkmal
Aufnahme -
© Mai 2019 – P. Becker


Schachtanlage Oeynhausen, Einzelobjekt
Schachtturm über Schacht 1 mit Fördermaschinenhaus

 

Zur Erhöhung der Förderkapazitäten auf eine Nutzung durch dreigeschossige Körbe wurde 1927 ein vorhandenes Fördergerüst durch das heutige Fördergerüst ersetzt. Um die Kohleförderung nicht zu unterbrechen, wurde im laufenden Betrieb das größere Gerüst auf das bestehende Füh-rungsgerüst aufgebaut. Gleichzeitig wurde ein neues Fördermaschinenhaus zur Aufstellung ei-ner neuen Dampffördermaschine in Verlängerung des bestehenden Maschinenhauses errichtet. Bei dem Fördergerüst handelt es sich um ein Deutsches Strebengerüst in genieteter Fachwerk-bauweise der Bauart Promnitz 1 aus dem Jahre 1927 für eine Einfachförderung. Durch waage-rechte Träger, die in diesem Fall als Vollwandträger ausgebildet sind, ist das Führungsgerüst mit den beiden Fachwerkstreben verbunden. Die waagerechten Träger dienen als Auflager für die beiden Seilscheiben. Die Streben sind jeweils als Fachwerkträger mit gleichbleibender Dimensi-onierung ausgebildet. Sie sind an drei Stellen miteinander verbunden, wobei die unteren Verbin-dungen als Fachwerkträger und die obere Verbindung - direkt unter der Seilscheibenbühne - als Vollwandträger ausgebildet sind. Zwischen den Verbindungen dienen zwei Kreuze der Queraus-steifung. Der Fördergerüstkopf besitzt zwei Seilscheiben mit Förderseil.

Das Fördermaschinenhaus aus verputztem Ziegelmauerwerk besitzt einen hohen Sockel, der mit bossiertem Ibbenbürener Sandstein verblendet ist. Eine Außentreppe führt zum Eingang mit stählerner Kassettentür (bauzeitlich) im Obergeschoss, wo sich die Dampffördermaschine befin-det. Das Obergeschoss wird durch hochrechteckige Stahlsprossenfenster mit Schwingflügeln belichtet, das Untergeschoss besitzt in gleicher Achse kleine Stahlsprossenfenster. Die Fassade zum Fördergerüst besitzt nur Öffnungen für die Seildurchführung. Die maschinelle Ausstattung des Fördermaschinenhauses besteht aus einer Zwillingsdampfför-dermaschine aus dem Jahre 1913. Zu der als Doppeltrommelfördermaschine konzipierten Dampf-maschine gehören die Doppeltrommel (Durchmesser 6,50 m) für die Seilaufwicklung, der Teu-fenanzeiger und die Anzeigentafel sowie die bauzeitlichen Eisengeländer. Darüber hinaus ist eine Kranbahn Teil der technischen Ausstattung

Untere Denkmalbehörde Ibbenbüren, technisches Rathaus, Roncallistr. 3-5 - www.ibbenbueren.de/index.php

 


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Aktualisiert/Update 10.01.2020
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